Notice: Undefined variable: videoStart in /homepages/14/d331664021/htdocs/index.php on line 91
Dr. Axel Berg - Beratung Energie Rechtsanwalt & Politologe München - Geothermie
Startseite  |  Impressum  |  Kontakt  
Axel Berg
 Dr. Axel Berg
Rechtsanwalt & Politologe
Suchen:
 
Energiepolitik - Geothermie
Geothermie ist der Ausdruck für die Gewinnung von Wärme aus der Erde.

Nicht nur die Sonne, sondern auch das Erdinnere liefert in menschlichen Maßstäben unendlich viel Energie. Die Wärme aus dem Erdinneren haben die Menschen schon seit Ewigkeiten genutzt. Thermalbäder und heiße Quellen sind Beispiele für diese Nutzung. Geothermie-Anlagen sollen die Wärme aus dem Innern der Erde ebenfalls nutzbar machen. Auch hier gibt es wieder zwei Arten der Nutzung: Die Strom- und die Wärmegewinnung.

Die Wärmegewinnung kann zur Beheizung und zum Kühlen von Gebäuden und zur Speisung von Nahwärmenetzen genutzt werden. Große Anlagen zur Strom- oder Wärmegewinnung gibt es noch nicht sehr viele, die Stromerzeugung im Bereich der Geothermie ist bis jetzt noch sehr gering. Das Potential ist jedoch riesig. Man unterscheidet zwischen oberflächennaher Geothermie und Tiefen-Geothermie. Die oberflächennahe Geothermie funktioniert in Deutschland mittels Wärmetauschern in geringen Tiefen. Diese dienen dem Heizen von Wohnungen und Gebäuden.

Die Tiefen-Geothermie kann je nach Temperatur des geförderten Wassers sowohl zur Wärmeerzeugung, als auch zur Stromgewinnung genutzt werden. Bohrungen für Tiefen-Geothermie werden einige Kilometer weit in die Erde abgetäuft. In anderen Ländern, wie zum Beispiel Island, ist die Nutzung der Geothermie für Wärme und Strom weit fortgeschritten. Dort sind keine tiefen Bohrungen nötig, weil das Wasser direkt unter der Erdoberfläche so warm ist, dass man es zur Stromerzeugung nutzen kann.

Den Beginn des massenhaften Einsatzes geothermischer Anlagen machen Wärmetauscher für Häuser. Diese werden schon tausendfach eingesetzt und machen die Hausbesitzer von steigenden Heizkosten unabhängig. Zudem tragen diese Anlagen dazu bei, dass weniger Öl oder Gas verbrannt werden muss und bekämpfen somit den Klimawandel von zu Hause aus. Mit der Einführung des Wärme-EEG wird sich die Zahl der geothermischen Anlagen noch erhöhen, da dieses Gesetz eine Nutzungspflicht für Erneuerbare Energien bei Neubauten vorschreibt. Bisher werden schon mehr als 0,2% oder 2,5 TWh der Wärme in Deutschland durch Geothermie erzeugt.

Die Strom- und Wärmegewinnung durch größere Anlagen steckt noch in den Kinderschuhen. Bei den Tiefenbohrungen, die bei den geologischen Verhältnissen in Deutschland oft tausende Meter tief gehen müssen, gehen die Projektierer eines solchen Kraftwerkes Risiken ein. Die Bohrungen für die Geothermie erfordern eine enorme Anfangsinvestition, die nicht immer die erwünschten Ziele liefert. Es kann passieren, dass nicht die gewünschte Formation im Untergrund getroffen wird. Da die Bundesregierung aber diese Risiken erkannt hat und in der Geothermie eine Chance für den Kraftwerkspark der Zukunft sieht, hat sie diese Risiken jetzt mit einem Fond in Höhe von 60 Mio. Euro abgesichert.

Zurzeit gibt es Diskussionen darüber, ob Bohrungen für Geothermiekraftwerke Erdbeben verursachen können. In Stauffen und in Basel wird derzeit untersucht, ob die vor Ort festgestellten Erdbeben und geologischen Bewegungen durch Bohrungen verursacht wurden. Hier muss eine zügige und zweifelsfreie Aufklärung stattfinden. Dies ist entscheidend für den weiteren Ausbau und die Akzeptanz von Erneuerbaren Energien.

Die Geothermie wird ein wichtiger Faktor im Bereich der Erneuerbaren Energien sein. Sie hat den Vorteil, dass sie keinen Schwankungen unterliegt und ständig verfügbar ist. Gerade für die Entwicklung von Kombikraftwerken, einem Zusammenschluss mehrerer Erneuerbare-Energien-Anlagen, ist die Geothermie wichtig. Wie bei der Biomasse können diese grundlastfähigen Anlagen gesteuert werden und Strom dann in die Netze einspeisen, wenn keine Sonne scheint und der Wind mal nicht stark genug wehen sollte.

Im Bereich der Geothermie darf es zu keiner Konkurrenz zu Lagerstätten für CO2 kommen. Die Abscheidung von Kohlendioxid (CCS) soll die Kohleindustrie retten. Für das abgeschiedene CO2 braucht man allerdings unterirdische Lagerplätze. Diese stehen in Konkurrenz zur Geothermie und zu Speichern für Erneuerbare Energien oder Gas. Wir müssen bei der Gesetzgebung darauf achten, dass es weiterhin einen Vorrang für Erneuerbare Energien gibt und nicht die Kohlekonzerne sämtliche unterirdischen Möglichkeiten der Nutzung reservieren. Stromerzeugung muss Vorrang haben vor der Ablagerung von Abfall.

 
Dr. Axel Berg
Rechtsanwalt & Politologe
Startseite | Energiepolitik | Eurosolar | Beratung | Zur Person | Meine Inhalte | Video | Themen | Energiespar-Ratgeber | Axel Berg in Bildern | Energiepolitik im 21. Jahrhundert | Ideen zur Energiepolitik | Windenergie | Solarenergie | Biomasse | Wasserkraft | Geothermie | Lebenslauf | Ämter und Mitgliedschaften | Energiewerk - Stiftung | Konjunkturprogramm II | Auslandseinsätze der Bundeswehr | Grundeinkommen | Direkte Bürgerbeteiligung | Ampelkennzeichnung | Grüne Gentechnik | Import embryonaler Stammzellen | Hartz IV und SGB II | Europäische Union | Energieeffizienz | Bahnprivatisierung | Atomenergie | BKA-Gesetz | Links | Kontakt | CCS | Pressefotos | Energiewerk - Stiftung

Copyright © 2009 - 2010 Axel Berg | Webdesign & Programmierung: WedDesign | Admin |