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Dr. Axel Berg - Beratung Energie Rechtsanwalt & Politologe München - Wasserkraft
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Energiepolitik - Wasserkraft
Die Wasserkraft ist ein traditioneller Energielieferant.

Ähnlich der Biomasse wird sie schon seit Jahrhunderten genutzt, z. B. in Mühlen oder Sägewerken. Nach der Biomasse wird wegen der langen Tradition auch weltweit die zweitgrößte Menge an Erneuerbarer Energie durch Wasserkraft erzeugt. Weltweit liegt die erzeugte Menge Strom durch Wasserkraft bei 16%. Eine stattliche Menge. In Deutschland ist der Prozentsatz nicht ganz so hoch. Es wurden 20,9 Milliarden KW/h Strom durch Wasserkraft erzeugt, was ungefähr einem Anteil an der deutschen Stromproduktion von 3,4% entspricht.

Die Ausbaupotentiale bei der Wasserkraft sind vorhanden, allerdings nicht in dem Maße, wie bei den anderen Erneuerbaren Energien. Man kann durch den Ersatz und durch die Reaktivierung von bestehenden Anlagen die Ausbeute aus den Wasserkraftanlagen erhöhen. Dies gilt vor allem für die kleineren Anlagen. Diese Potentiale versuchen wir mit Einspeisegarantien durch das EEG zu heben. Wir wollen die Wasserkraft in einem verträglichen Rahmen ausbauen.

Gerade bei der Wasserkraft treffen Umweltbelange auf die Interessen von Vertretern der Erneuerbaren Energien. Eigentlich sind wir natürliche Verbündete, allerdings greift die Wasserkraft immer in die Läufe von Flüssen und Bächen ein, was auf die Flora und Fauna Auswirkungen haben kann. An dieser Stelle müssen beide Seiten aufeinander zugehen und zusammen Möglichkeiten suchen, eine saubere Energiegewinnung zu gewährleisten, ohne Tiere und Pflanzen damit zu schädigen. Nicht vergessen sollten wir dabei, dass es z. B. in Bayern vor 100 Jahren rund 100-mal soviel Wasserkraftnutzung wie heute gab.

Große Wasserkraftwerke haben auch Potenziale, allerdings sind bei großen Anlagen auch immer große Auswirkungen auf die Natur programmiert. Gerade wenn man sich Projekte wie den Drei-Schluchten-Staudamm in China anschaut, so hat das nichts mehr mit Nachhaltigkeit zu tun. Die Idee aus Wasser Energie zu gewinnen ist großartig, darf aber nicht ohne Blick auf die Natur geschehen. Alle Arten der Stromgewinnung aus Wasserbewegung müssen auf ihre Effekte in der Umgebung geprüft werden. Dies muss aber bei allen Energieformen geschehen.

Zu den Wasserkraftwerken zählen auch Wasserspeicher. Ein Speicherkraftwerk macht sich natürliche Gefälle bei Flüssen und Seen zu Nutze und speichert Energie im Wasser. Entweder werden Seen gestaut oder Talausgänge gesperrt, um die Energie zu speichern. Wenn die Energie benötigt wird, werden die Sperren und Schleusen geöffnet und die integrierten Turbinen sorgen für die Stromerzeugung, wenn das Wasser durch sie hindurchströmt.

Eine Alternative sind Pumpspeicherkraftwerke. Wasser wird aus dem Tal in höher gelegene Gegenden gepumpt. Dies funktioniert mit elektrischer Energie, die z.B. bei einem Überangebot von Windenergie sehr günstig ist. Die Energie wird sozusagen im Wasser gespeichert. Wenn viel und damit billiger Strom vorhanden ist, wird das Wasser hoch gepumpt, wenn Strom benötigt wird, wird das Wasser durch Turbinen wieder zur Stromerzeugung eingesetzt. Diese Technik ist für eine bedarfsgerechte Einspeisung von Erneuerbaren Energien wichtig, denn sie ermöglicht den Einsatz von Strom dann, wenn er gebraucht wird. Dies ist eine der wichtigen Entwicklungen für die ganze EE-Branche.

Es gibt zudem Überlegungen, ob man auf europäischer Ebene ein Netzwerk Erneuerbarer Energien entwickelt. Zu überlegen wäre es, ob man Windkapazitäten aus Deutschland über große Netze nach Norwegen schickt, die Energie dort in Speicherkraftwerken nutzt und in schwachen Windzeiten Energie aus Norwegen wieder nach Europa schicken kann. Der Leitungsausbau dafür ist bereits vorgesehen. Ähnliche Überlegungen gibt es auch für Sonnenenergie aus der Sahara. Allerdings sind dies alles zentrale und große Lösungen, von denen vermutlich große Stromkonzerne profitieren würden. Ich setze mich allerdings für den Einsatz Erneuerbarer Energien ein, um eine dezentrale Energiestruktur aufzubauen. Beide Aspekte widersprechen sich also in gewissen Punkten. Wenn diese Projekte allerdings unter fairen Wettbewerbsbedingungen stattfinden würden, könnte man auch über größer dimensionierte Erneuerbare-Energien-Projekte nachdenken.

 
Dr. Axel Berg
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